Extremisten aller Art tummeln sich im weltweiten Datennetz. Die politisch Motivierten unter ihnen nutzen das Medium insbesondere zur Verbreitung ihrer Propaganda.
Allen Erscheinungsformen politischen Extremismus' im Internet ist dabei eines gleich: Sie stellen eine Bedrohung für die Demokratie, Völkerverständigung und ein friedliches Miteinander dar.
Rechtextremismus
Schon seit den Anfangstagen des weltweiten Kommunikationsnetzes nutzen rechtsextreme Organisationen und Personen das Internet für ihre Zwecke. Politische Agitation, Verabredung zu Demonstrationen, Versandhäuser für Skinheadbedarf, Chat-Rooms, Kontaktbörsen, Hasslisten, Internetradio und Internetfernsehen etc., alles was technisch möglich ist, wird von Rechtsextremisten genutzt, und das qualitativ und quantitativ weiterhin zunehmend.
Damit ködern sie vor allem junge Leute, die ja bekanntermaßen eine besondere Affinität zum Internet haben. Das Internet ist zu einem der wichtigsten Kommunikations- und Propagandainstrumente der rechtsextremen Szene geworden. Vor allem in der Professionalität unterscheidet sich der Rechtsextremismus damit deutlich von anderen extremistischen Positionen.
Linksextremismus
Auch wenn nicht so ausgeprägt wie der Rechtsextremismus, sind linksextremistische Strukturen im Internet aber ebenso präsent. Die linksextremistischen Seiten sind zum großen Teil aber designtechnisch nicht so anspruchsvoll gestaltet, sondern eher unauffällig - teils textlastig mit wenig Grafiken.
Die Besucherzahlen halten sich zwar in Grenzen, aber dennoch haben es die dort publizierten Texte ebenso in sich wie beim Rechtsextremismus. Gewaltverherrlichung und -Aufrufe, verfassungswidrige Propaganda, Bombenbauanleitungen und viele weitere strafbare Inhalte gehören mitunter zum Repertoire linksextremistischer Websites.
Die Gewaltbereitschaft und die Demokratiefeindlichkeit wird in der Präsenz des Linksextremismus im weltweiten Datennetz genauso deutlich wie beim Rechtsextremismus. Und das Kommunikationsmedium Internet hat zweifelsohne auch in der linksextremistischen Szene eine wichtige Rolle eingenommen.
naiin im Kampf gegen Extremismus
Es gibt Menschen, die der Meinung sind, dass das Internet anders als alle anderen Medien völlig frei und unreglementiert sein soll. Das Grundgesetz ist jedoch auch eine Art von Reglementierung. Es ist sehr hochwertig, erfolgreich und erhaltenswert.
Das Denken und Handeln der Extremisten läuft implizit oder sogar direkt ausgesprochen auf eine Abschaffung des Grundgesetzes hinaus. Die Grundrechte und das Grundgesetz müssen auch im Internet Geltung haben und sie müssen auch dort vor den Angriffen der Extremisten geschützt werden.
Die Initiative naiin möchte hierzu ihren Beitrag leisten, in dem sie extremistische Strukturen im Internet aufdeckt und zerschlägt. Die intensive Beobachtung der Szenen spielt dabei eine herausragende Rolle. Ebenso wichtig ist es, Verantwortliche auf internationaler Ebene für das Problem zu sensibilisieren.
Volksverhetzung, pauschale Gewaltaufrufe, Aufstachelung zum Rassenhass oder Holocaust-Leugnung wird in vielen Staaten strafrechtlich nicht verfolgt. naiin setzt sich daher neben der aktiven Bekämpfung derartiger Web-Inhalte für grenzüberschreitende Standards in der Internet-Wirtschaft ein.
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