Nach dem Scheitern der herkömmlichen Agitationsorgane - Zeitungen und Publikationen in Print-Form - verlagerten sich viele linksextremistische Publikationen ins weltweite Datennetz.
So konnten linksextremistische Gruppierungen ihre Zeitschriften aufgrund mangelnder Nachfrage nicht mehr finanzieren. Das Internet bot Abhilfe: Hier lässt sich kostengünstig ein zahlenmäßig großes Publikum unkompliziert erreichen. Nahezu das gesamte linksextremistische Publikationsangebot ist daher im Internet vertreten. In der Regel stehen auf den Seiten auch ganze Archive mit Beiträgen der früheren - auch Print-Ausgaben - zur Verfügung.
Durch die Websites, die die Publikationen begleiten, erhöht sich zugleich auch die Aktualität der Informationen. Während Printmedien aus Kostengründen nur vierzehntägig, monatlich, quartalweise oder gar halbjährlich erscheinen konnten, ist es nun möglich eine täglich aktualisierte Informationsplattform bereitzustellen. Ein Tatbestand, der auch der Mobilisierung der Szene für beispielsweise kurzfristig organisierte Internet-Aktionen, Demonstrationen oder Gegendemonstrationen (z.B. zu rechtsextremen Aufmärschen) zu Gute kommt.
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