Innerhalb der Hackerszene sind die Script-Kiddies verpönt. Denn ihnen fehlt nötiges Fachwissen und oft auch Erfahrung. Von sich aus können sie Sicherheitslücken in fremden Systemen weder entdecken noch analysieren. Auch können sie die Programme, die sie zum Angriff auf einen fremden Rechner nutzen, nicht selbst programmieren. Doch diese so genannten Exploit-Tools, die Sicherheitslücken einer Software aufspüren und Passwörter knacken, stehen im Internet zum Download zur Verfügung.
Auch kostenlose Programme, um Viren, Würmer und Trojaner zu erstellen, lassen sich problemlos aus dem Internet herunter geladen. Bei solchen Trojaner-"Baukästen" ist es mit wenigen Mausklicks möglich, bestimmte Trojaner-Typen zu erstellen. Diese Trojaner installieren auf dem befallenen System kleine Programme, so genannte Hintertüren (Backdoors).
Das Suchen nach solchen Backdoors mit Hilfe von Scanprogrammen, die ebenfalls im World Wide Web bereitstehen, ist heute ein beliebter Sport bei den Script-Kiddies. Mit ihnen dringen sie wahllos in ungeschützte Rechnersysteme ein. In welches Netzwerk sie genau einbrechen, wissen sie häufig nicht.
Gerade das macht die Script-Kiddies gefährlich. Nicht nur IT-Fachleute und Netzwerkadministratoren von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen müssen sich vor ihnen in Acht nehmen. Gerade private Internet-Surfer, die ihren Rechner nur unzulänglich gegen fremde Zugriffe sichern, sind den Cyberattacken der Script-Kiddies schutzlos ausgesetzt. Für die steht der Kick, überhaupt in ein fremdes System eingedrungen zu sein, Daten verändert oder zerstört zu haben, im Vordergrund.
Dass dabei zum Teil erhebliche Schäden entstehen, nehmen die Script-Kiddies in Kauf. Bei rund 37 Prozent der betroffenen Unternehmen ist ein finanzieller Schaden aufgetreten. Als Hauptursache für die hohen Schäden können mangelnde Sicherheitsvorkehrungen bei privaten PCs und Unternehmensnetzwerken gelten.
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