Das weltweite Datennetz birgt Gefahren für Kinder und Jugendliche. Nicht selten kommt es vor, dass sich Kinder online sexuellen Attacken seitens pädophiler Internet-Nutzer ausgesetzt sehen.
Sowohl Politik als auch Wirtschaft haben reagiert: Schärfere Jugendschutzbestimmungen, die Kinder vor unter anderem pornografischen, extremistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten schützen sollen, sind seit dem 1. April 2003 in Kraft und Unternehmen arbeiten intensiv an der Entwicklung von Filterprogrammen und Altersverifikationssystemen.
Rechtliche und technische Maßnahmen können jedoch nicht die elterliche Aufsicht ersetzen, auf die Kinder und Jugendliche beim Surfen angewiesen sind und die den effektivsten Schutz der jüngsten Internet-Nutzer vor schädlichen und illegalen Internet-Inhalten darstellt.
naiin im Kampf für einen effektiven Jugendschutz im Internet
Die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf den Jugendmedienschutz in Deutschland sind nicht an das Internet angepasst und zum Scheitern verurteilt. Die Frage, welche Inhalte Kinder und Jugendliche tatsächlich in ihrer Entwicklung beeinträchtigen können, ist in den Hintergrund getreten. Ebenso wenig finden innovative Konzepte ihren Weg in die Umsetzung.
Der Auftrag von naiin besteht in erster Linie in der Ausarbeitung und Durchsetzung grenzüberschreitender Standards in der globalen Internet-Wirtschaft. Durch die Bekämpfung strafbarer Inhalte im weltweiten Datennetz wirkt naiin natürlich auch proaktiv der Verbreitung jugendgefährdender Inhalte entgegen.
Die Aufklärung der Öffentlichkeit, aber vor allem der Eltern, ist auch in diesem Arbeitsbereich eine Notwendigkeit. Denn jede noch so ausgeklügelte Maßnahmen im Kampf für ein Mehr an Jugendschutz kann die elterliche Aufsicht nicht ersetzen. Natürlich ist auch der Gesetzgeber gefragt, vernünftige Konzepte und Ansätze auf den Weg zu bringen. Populistische, anlassbezogene Maßnahmen, die in Überregulierung eines weder mit TV noch Rundfunk zu vergleichenden Mediums enden können, sind als kontraproduktiv abzulehnen.
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