Das Team von ChatCity.de, eine der größten Chatcommunities im deutsch-sprachigen Internet, kündigte am 21. Januar 2006 an, dass es verstärkt gegen sexuelle Belästigungen auf seiner vor allem von Kindern und Jugendlichen genutzten Plattform vorgehen will.
Operatoren sorgten zwar bislang schon im Vorfeld dafür, dass es möglichst gar nicht erst zu Störungen und Belästigungen im Rahmen von Chat-Sessions kam, neue Chatregeln und ein Meldebutton, über den sich Nutzer im Falle des Falles an einen geschulten Betreuer wenden können, sollen den Jugendschutz künftig stärken.
Chatten ist beliebt, vor allem bei jungen Menschen steht diese Kommunikationsform hoch im Kurs. Denn Chats haben rund um die Uhr geöffnet und gerade die Anonymität macht das Plaudern so locker, amüsant, spannend und entspannend zugleich.
Leider hat dies auch eine dunkle Seite. Denn im Schutze eben dieser vermeintlichen Anonymität mutiert mancher zum pöbelnden Maulhelden, pädophil Veranlagte suchen Kontakte zu Kindern oder jemand, der sonst nichts zu sagen hat, fühlt sich besonders mächtig, wenn er andere im Chat bedroht oder nötigt.
"Zum Glück sind die Vorfälle, gemessen an den hohen Besucherzahlen, sehr gering. Und meist hilft schon ein sogenannter Opcall, der sofort einen der Operator auf den Plan ruft, der Störenfriede mittels Verwarnung oder Sperrung ruhig stellt. Doch das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Gesetzeswidriges Verhalten wird hier genauso geahndet wie offline und Menschen, die gegen das Gesetz verstoßen, lassen sich auch aus der Anonymität des Internets heraus ermitteln", so die ChatCity-Betreiber in einem Statement. Sie wollen in Zukunft auch noch enger mit den Strafverfolgungsbehörden kooperieren.
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