Im Internet kursieren mehrere Millionen kinderpornografischer Bilddateien. Hinzu kommen Zig-Tausende digitalisierte Videos - Tendenz steigend. Über sogenannte Tauschbörsen - peer2peer-Plattformen - tauschen Kinderporno-Konsumenten im Sekundentakt weltweit große Datenmengen an kinderpornografischem Material.
Einschlägige Suchbegriffe aber auch vermeintlich harmlose "Keywords" - wie die Eingabe der Namen von Größen des internationalen Pops - führen in den peer-to-peer-Netzwerken, die von Millionen von Internet-Usern genutzt werden, zu kinderpornografischen Bildern und Videos. Die Zahl der Fälle, in denen sich peer-to-peer-Nutzer auf der rechtswidrigen Suche nach aktuellen Musik-Hits und Kinofilmen ungewollt Kinderpornografie auf den Rechner ziehen, steigt.
Laut einer Studie der TopTenReviews Inc. werden allein im Tauschbörsennetzwerk "Gnutella" täglich mehr als 116.000 Suchanfragen nach Kinderpornografie getätigt. Oft stehen die Betreiber der Tauschbörsen dem Treiben selbst machtlos gegenüber. Peer-to-peer-Netzwerke sind nämlich ebenso wie das Internet dezentral strukturiert. Das heißt, dass diese Netzwerke ohne einen zentralen Server auskommen.
Hinzu kommt, dass die für den Dateitausch notwendige Software wie zum Beispiel "LimeWire" oder "eMule" neben dem Austausch von gewöhnlichen MP3-Files auch die Weitergabe von Bild- und Videodateien ermöglicht.
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