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ÖSTERREICH: DOPPELSCHLAG GEGEN KINDERPORNOGRAFIE


Foto by visavis.de   Dänisch-norwegische Operation
"Enea" gab den Anstoß
 
Das österreichische Bundeskriminalamt erhielt 2005 von den dänisch-norwegischen und italienischen Behörden Hinweise auf zahlreiche Kinderpornokonsumenten in ganz Österreich. Gemeinsam mit den Landeskriminalämtern war es daher im März 2006 möglich aus dem umfangreichen Datenmaterial konkrete Verdachtsmomente zu erhärten und 102 Hausdurchsuchungen durchzuführen. Bei 73 Verdächtigen konnte sofort belastendes Material gefunden werden, in den restlichen Fällen wird das beschlagnahmte Beweismaterial noch ausgewertet.

Im Rahmen der dänisch-norwegischen Operation "Enea" wurde gegen ein Filesharing-Netzwerk im Internet vorgegangen, in dem kinderpornographische Bild- und Videodateien getauscht wurden. Parallel zu dieser Operation startete die Einheit für Computerkriminalität in Venedig verdeckte Ermittlungen unter dem Namen "Canal Grande". Die Erhebungen ergaben, dass mehrere italienische und ausländische Verdächtige Bilder und Videodateien mit Kinderpornographie ebenfalls mittels Filesharing-Programm verbreiteten.

Die Österreich betreffenden Beweismittel wurden ebenfalls dem Bundeskriminalamt zur Ausforschung übermittelt. Von den Landeskriminalämtern wurden daraufhin insgesamt 32 Hausdurchsuchungen durchgeführt, von den 18 unmittelbar zum Erfolg führten. Den Ermittlern fiel dabei oft erschütterndes Beweismaterial in die Hände. So wurden auch Missbrauchsbilder an einem circa drei Monate alten Baby sichergestellt.

In einem anderen Fall stellte sich heraus, dass einer der Verdächtigen ein dreifacher Familienvater war, der zugab seit sieben Jahren Kinderpornographie zu "sammeln". In diesem Fall kann vielleicht durch Maßnahmen wie zum Beispiel einer gezielten Therapie ein Missbrauch verhindert werden.


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