Die deutsche Polizei hat im August 2004 eine Aufklärungskampagne gegen Kinderpornografie im Internet gestartet. Im Rahmen der großangelegten Aktion beabsichtigen die deutschen Polizeibehörden in Zusammenarbeit mit der Internet-Wirtschaft die Öffentlichkeit für das Thema "Kinderpornografie" zu sensibilisieren. Unterstützt wird die Initiative neben Providern wie AOL und T-Online auch von der Wirtschaftsinitiative "no abuse in internet" (naiin), die erst kurz zuvor vor einer Zunahme kinderpornografischer Spam-Mails gewarnt hatte.
"Es ist selbstverständlich, dass sich naiin dieser wichtigen Initiative der bundesdeutschen Strafverfolgungsbehörden angeschlossen hat", erklärt Arthur Wetzel, Präsident von naiin. "Der Missbrauch von Kindern zielt auf die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft und muss geächtet und verfolgt werden! Hier müssen alle Kräfte der Zivilgemeinschaft an einem Strang ziehen, um diesen unsäglichen Verbrechen Einhalt zu gebieten."
Im Rahmen der Polizei-Aktion können sich Internet-Nutzer auf der eigens eingerichteten Website über Begrifflichkeiten, Rechtslage, Schutzmechanismen sowie Anlaufstellen zum Thema "Kinderpornografie" informieren.
"Die beständige Aufklärung der Bevölkerung ist auch für die aktive Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet unerlässlich", so Wetzel. Es sei wichtig, dass Internet-Nutzer, die auf solches Material stoßen, dies bei der Polizei auch zur Anzeige bringen. "Es ist niemandem geholfen, wenn solche Zufallsfunde verschwiegen werden."
Für die Wirtschaftsinitiative naiin gibt Wetzel, der ihr seit 4 Jahren vorsitzt, unterdessen eine klare Linie vor: "Wir werden weiterhin unermüdlich an der Seite der Strafverfolgungsbehörden gegen dieses unmenschliche Treiben im Internet ankämpfen. Und dabei werden wir auch in Zukunft vor nationalen Grenzen keinen Halt machen. Der Kampf gegen Kinderpornografie im Internet ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."
|