Eine große Offensive der Strafverfolgungsbehörden in verschiedenen Ländern führte Anfang 2005 zur Festnahme von über 500 Pädophilen, die über das Internet pornografisches Material von Kindern verbreiteten. Das Netzwerk deckte Spanien, Frankreich, Schweden, Holland, Chile, Argentinien, Panama, Costa Rica, Mexiko, die Dominikanische Republik und Uruguay ab. Es wird vermutet, dass über 20.000 Videos, Bilder oder Sound Dateien verbreitet wurden.
Neuigkeiten wie diese zeigen zwei wichtige Tatsachen auf. Auf der einen Seite bemühen sich die Regierungen diesem Geschäft einen Riegel vorzuschieben und andererseits steigt die Zahl der Kriminellen Machenschaften. Das Risiko, dem ein Kind beim Surfen im Internet durch Pädokriminellen ausgesetzt wird, ist in der Tat groß, aber die Lösung ist keinesfalls das Verbieten des Internets.
So hat eine Studie der spanischen NGO Portégeles mit über 400 Kindern und einer großen Anzahl Eltern, Lehrern und Experten aus unterschiedlichen Ländern gezeigt, das sie alle das Internet als wichtig und nützlich einstufen. Viele der Befragten gaben an, das Internet nahezu täglich zu nutzen.
Chaträume, das wohl beliebteste Tool für Pädokriminelle um Opfer zu suchen, wurde auch von den Befragten als beliebte Beschäftigung angegeben. In Italien gaben rund 86,5 Prozent an, diesen Kommunikationsweg regelmäßig zu nutzen. Chats bieten immer wieder die Grundlage für Diskussionen weil sie sowohl eine Plattform für Kriminelle bieten als auch Kindern die Möglichkeit geben Fragen zu stellen und Antworten von Gleichgesinnten zu erhalten.
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