Das Internet nimmt einen sehr großen Einfluss auf die Entwicklung von Kinderpornographie. Produzenten und Besitzer von Kinderpornofilmen müssen vielerorts mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen - zu Verurteilungen kommt es aber nur in wenigen Fällen. Aufgrund der Anonymität des Internets und der Komplexität hinsichtlich der Aufdeckung und Beseitigung der weltweit verbreiteten "Schmuddel"-Sites ist es für deren Betreiber ein leichtes sich der Strafverfolgung zu entziehen.
Insgesamt 75 Prozent aller Kinderpornofilme werden nach Einschätzung russischer Experten bereits über das Internet verbreitet. Laut der zuständigen Abteilung "K" der Russischen Föderation sind inzwischen 90 Prozent der internationalen Fahndungsgruppen des Polizeizusammenschlusses Interpol mit der Bekämpfung von Kinderpornografie betraut. Die globale Kinderporno-Industrie weiß aber vor allem um die Gleichgültigkeit des russischen Rechts, was diese Straftaten betrifft, und verlagert ihre Aktivitäten zunehmend in das russische Territorium.
Untersuchungen amerikanischer Experten belegen, dass Kinderpornofilme selbst bei 15 Prozent der normalen Pornokonsumenten begehrt sind. Das amerikanische Unternehmen N2H2, das sich auf die Entwicklung von Inhaltsfiltern für das Internet spezialisiert hat, warnt vor einer drastisch ansteigenden Zahl an pornografischen Sites: Innerhalb von fünf Jahren ist das Volumen der Pornosites um das 20 Fache gewachsen und bis Sommer 2003 lag die Zahl bei ungefähr 260 Millionen.
Während ihrer Suche haben Ermittler alle verfügbaren Pornobilder der 5 populärsten US-Porno-Websites über einen Zeitraum von 4 Monaten ausgewertet. Die Ermittlergruppe deckte dabei 69 weitere kommerzielle Websites auf, die insgesamt 450.620 Pornobilder-, Video- und Textdateien anboten. Diese Dateien wurden bis zu 6,4 Millionen Mal von Pornoliebhabern heruntergeladen.
|