Den US-Behörden ist ein Schlag gegen Kinderpornografie in peer-2-peer-Netzwerken - so genannten Tauschbörsen - gelungen. Wie das US-Justizministerium mitteilte, haben verschiedene US-Behörden unter Federführung des FBI im Rahmen der Operation "Peer Pressure" mehr als 65 Anbieter von Kinderpornografie identifiziert und festgenommen.
Die Operation "Peer Pressure", in deren Rahmen die Strafverfolger gezielt Tauschbörsen überwacht haben, läuft bereits seit Herbst 2003 und führte zu mehr als 1000 Ermittlungsverfahren. Bei US-weiten Durchsuchungsaktionen konnten zahlreiche Computer und unzählige kinderpornografische Bilddateien beschlagnahmt werden. Beunruhigend: 32 Tatverdächtige hatten uneingeschränkten Zugriff auf Kinder, ob privat oder beruflich.
In einem Fall wurde ein Tauschbörsennutzer mit dem Synonym "pedokiller" identifiziert. Der im US-Bundesstaat Kalifornien wohnhafte 40-jährige Jimmy Richard Morrison, der sich hinter dem Synonym verbarg, hatte nicht nur unzählige Fotos nackter Kinder an der Wand seines Elternhauses zu hängen, sondern sammelte derartige Abbildungen auch auf seinem Rechner darunter auch unzählige Bilder und Videos aktueller Opfer.
Auf die Frage hin, warum er derartige Materialien über Tauschbörsen verbreite, antwortete der mittlerweile geständige Marrison den Ermittlern: "Weil die Cops schon in den Chat-Rooms sind!"
|