Trotz zahlreicher öffentlichkeitswirksamer Festnahmen hat der Verbreitungsgrad von Kinderpornografie im Internet drastisch zugenommen. Das gaben US-Strafverfolger im August 2005 in Washington DC bekannt. Ein starker Anstieg sei insbesondere im Bereich der kommerziellen Websites zu verzeichnen, die Fotos von nackten Kindern kostenpflichtig anbieten.
Mittlerweile habe sich das Geschäft mit der Kinderpornografie zu einer globalen Multimilliarden-Industrie entwickelt. "Wir stoßen auf ungeahnte Ausmaße, was die Zahl der Schänder und Kinderpornoanbieter betrifft. Mit sowas hätten wir vor einigen Jahren nie gerechnet", zeigt sich Ray Smith, Beauftragter der US-Regierung und zuständig für Untersuchungen zum Kindesmissbrauch, entsetzt. Es sei ein weltweit explodierendes Problem, besonders in den USA.
Den Kampf gegen diese Zunahme von Kinderpornografie kämpfen die Strafverfolger mittlerweile an mehreren Fronten. Zum einen wurde auf dem G-8 Gipfel in Schottland im Juli 2005 beschlossen, dass der internationale Polizei-Zusammenschluss Interpol eine globale Datenbank mit Straftätern und Opfern zusammenstellt. Des weiteren hatten sich 3.000 Strafverfolgungsbeamte aus den gesamten Vereinigten Staaten in Dallas zusammengefunden, um über Wege und Methoden zur Bekämpfung von gegen Kinder gerichtete Internetkriminalität zu diskutieren.
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