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DIE WIRTSCHAFTSINITIATIVE NAIIN - NO ABUSE IN INTERNET


  Die Instanz im Kampf
gegen Cyber Crime
 
Im August 2000 sah sich die deutsche Internet-Wirtschaft mit einem massiven Anstieg von Internet-Kriminalität konfrontiert. Die Registrierung der Domain heil-hitler.de bei der zentralen Registrierungsstelle für die deutsche Top Level Domain (TLD) ".de", DENIC, war nur die Spitze des Eisberges. Schnell war klar: Das weltweite Datennetz findet nicht nur in rechtschaffenen Personen seine Anhänger, sondern übt auch auf Straftäter eine bis dahin ungeahnte Anziehungskraft aus.

Zum damaligen Zeitpunkt nutzten vor allem Rechtsextremisten und Pädokriminelle das Medium zur Verbreitung ihrer Propaganda beziehungsweise ihrer abscheulichen Bild- und Video-Dateien. Wie wir heute wissen, war dies erst der Anfang einer Entwicklung, die sich aufgrund der raschen Weiterentwicklung des Internets und der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung des Mediums auch schnell auf andere Kriminalitätsbereiche ausdehnte.

Die Unternehmen der deutschen Internet-Wirtschaft erkannten bereits frühzeitig, dass ihre Dienstleistungen, Produkte und technische Infrastrukturen zur Verübung von Straftaten missbraucht werden. Um eben diesem Missbrauch entgegenzuwirken, gründeten sie zusammen mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft am 18. August 2000 unter der Schirmherrschaft des ehemaligen RTL-Chefs, Prof. Dr. Helmut Thoma, die Initiative no abuse in internet (naiin).

naiin wurde in dem Bewusstsein geschaffen, dass die Bekämpfung von Internet-Kriminalität ein gesamtgesellschaftliches Engagement über die wirtschaftlichen Grenzen hinaus erfordert. Nur wenn alle politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfte zusammen mit den Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden an einem Strang ziehen, kann es gelingen, dem Missbrauch des Mediums Einhalt zu gebieten.


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