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BRITISCHE POLIZEI VERHAFTET VERDÄCHTIGE PHISHING-BANDE


Foto by visavis.de   "Beute" nach Russland transferiert
 
Die britische National Hi-Tech Crime Unit (NHTCU) hat im Mai 2004 zwölf Personen festgenommen, die unter Verdacht stehen, Mitglieder einer Phishing-Bande zu sein. Die sechs Männer und sechs Frauen, die aus Estland, Lettland, Litauen, Russland und der Ukraine stammen, sollen die Bankkonten-Daten von Computer-Nutzern ausspioniert haben.

Das betrügerische Erfassen von Bankdaten im Internet wird auch 'Phishing' genannt, ein Ausdruck, der sich aus 'Password' und 'Fishing' zusammensetzt. Laut englischen Medienberichten soll die Polizei Computer, Passwörter, Scheckbücher, Bankkarten und große Mengen an Kokain bei mehreren Adressen in London und Ramsgate in Kent beschlagnahmt haben. "Wir glauben, dass diese Gang Hunderttausende britische Pfund nach Russland transferiert hat", sagt Kriminalkommissar Mick Deats, Deputy Head bei der NHTCU in UK.

"Organisierte Kriminelle versuchen auf der ganzen Welt, Internetnutzern das Geld vom Online-Konto zu stehlen", meint Gernot Hacker, Director of Technology bei Sophos. "Leider können E-Mail-Nutzer solchen Betrügern schnell zum Opfer fallen. Bei E-Mails, die dazu einladen, die persönlichen Bankdaten preiszugeben, sollten Anwender äußerst misstrauisch sein. Auch wenn die Website, die sie dazu besuchen sollen, wie eine echte Online-Bank aussieht oder sie den Banknamen kennen, stecken zumeist Internetbetrüger dahinter."

Phishing-Attacken der letzten Zeit gestalteten sich hauptsächlich als gefälschte E-Mails von bekannten Banken, wie Wells Fargo, Nationwide, NatWest, Barclays, Westpac und Halifax. Erst eine Woche zuvor hatte die NHTCU einen 21-jährigen Mann in Lancashire verhaftet. Es hieß, dass dies die erste Festnahme in Zusammenhang mit Phishing in Großbritannien gewesen sei.


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