In Australien ist seit Mai 2004 eine Spezialeinheit mit dem Auftrag betraut, das Problem mit den betrügerischen "Phishing"-Mails in den Griff zu bekommen. Die Task Force, an der auch Spezialisten aus der Finanzbranche mitwirken, ist Teil des "Australian High Tech Crime Centre" (AHTCC), das 2003 bei der australischen Bundespolizei, AFP, eingerichtet wurde.
Der australische Justizminister Chris Ellison erklärte, dass die Task Force den Anstieg des Phishing stoppen soll - denn täglich nutzen mehr und mehr Menschen in Australien und weltweit den Weg der Online-Transaktionen.
"Viele Menschen nutzen die Möglichkeit des Online-Bankings und dementsprechend ist es sehr wichtig, dass wir Kriminelle, die gefälschte E-Mail Nachrichten dazu verwenden, um Zugang zu Daten wie Kreditkartennummern, Passwörter oder Bankkonten zu erlangen und Menschen zu betrügen, das Handwerk legen", so Minister Ellison.
In einigen Fällen soll die Task Force bereits erfolgreich gewesen sein. So soll sie bereits in den Wochen nach ihrer Gründung 5 Phisher identifiziert und der Strafverfolgung zugeführt haben. Eine vergleichbare Spezialeinheit gibt es in Deutschland, Österreich oder der Schweiz im Übrigen nicht. Und das obwohl sich der geschätzte Schaden allein in Deutschland auf 4,5 Millionen EUR belaufen soll - Tendenz steigend.
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