Der Zugang zur Piraterie-Szene im Internet - also den so genannten "Warez-Site" - ist in der Regel nicht über die gängigen Suchmaschinen wie zum Beispiel Google möglich. Daher gibt es Websites, die sich auf das Sammeln von Links zu den Piraterie-Sites spezialisiert haben, und sich teils durch Werbung finanzieren. Sie fungieren als Eingangstore zum Untergrund.
Auch in Deutschland sind derartige Link-Sites gehostet. Die Betreiber dieser Sites wägen sich in Sicherheit: Man könne ihnen ja nichts anhaben, da sie selbst keine Downloads von Software-Produkten - wie Computer-Anwendungen oder -Spiele - bereitstellen würden. FALSCH!
Denn nach bundesdeutschem Recht ist diese Verlinkung ebenfalls illegal! Auch so genannte "Disclaimer", mit denen sich die Betreiber selbst von den verlinkten Inhalten distanzieren und die Verantwortung für diese an die jeweiligen Website-Betreiber verweisen, helfen nicht.
Denn bei Links gilt grundsätzlich: Sobald der Betreiber einer Homepage positive Kenntnis davon erlangt, dass er auf strafbare Inhalte verweist, hat er die Links zu entfernen. Ansonsten macht er sich die verlinkten strafbaren Inhalte selbst zu Eigen und kann für diese auch zur Verantwortung gezogen werden.
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