Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist zweifelsohne eines der abscheulichsten Verbrechen. 2 000 000 Kinder werden weltweit jährlich missbraucht, so die Zahlen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom April 2003.
Nach Schätzungen von Beamten des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) kursieren derzeit mehr als drei Millionen kinderpornografische Bilddateien, die den sexuellen Missbrauch an Kindern dokumentieren, im weltweiten Datennetz - dem Internet. Hinzu kommen noch zahlreiche Videos und andere Dateiformate kinderpornografischer Natur.
Der Handel mit Kinderpornografie über das Internet nimmt bei den verhältnismäßig sehr wenigen Ermittlungserfolgen dramatisch und rasant zu. Und wie ausgeprägt dieser Online-Handel ist, zeigen polizeiliche Ermittlungen: Denn ist eine kinderpornografische Datei erst einmal im Umlauf, verschwindet sie nicht mehr vom Markt.
Trotz bereits stattgefundener Thematisierung in der Öffentlichkeit sind "Kindesmissbrauch" und "Kinderpornografie" nach wie vor zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft zu zählen. Ziel muss es sein in Kooperation mit Initiativen, Vereinen, Behörden und der Wirtschaft national sowie international die Öffentlichkeit für diese Thematik zu sensibilisieren und Kindesmissbrauch sowie den Handel mit Kinderpornografie im Internet aktiv zu bekämpfen.
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