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FILTERN ZWECKLOS: 5 MILLIARDEN BEBILDERTE SPAM-MAILS PRO TAG!


Scoring-Mechanismen machtlos
 
Die Zahl der so genannten Image-basierten Spam-Mails ist drastisch angestiegen. Lag der Anteil der Bilder am weltweiten Spam-Aufkommen im Juni letzten Jahres noch unter einem Prozent, ist dieser inzwischen auf über zwölf Prozent angestiegen. Das bedeutet, dass täglich fünf Milliarden derartiger Nachrichten versendet werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie des IT-Sicherheitsanbieters IronPort Systems auf.

Mit jeder Spam-Attacke verändern sich die Bilder zudem ganz minimal, um herkömmliche Spamfilter auszuhebeln. Spam-Filter der ersten und zweiten Generation können Image-basierten Spam nicht erkennen. Rund 78 Prozent der unerwünschten Nachrichten wandern somit ungehindert in die Mailboxen der Anwender. Grund: Die meisten Anti-Spam-Technologien basieren auf einer Vielzahl komplexer Scoring-Mechanismen, welche die einzelnen Wörter in einer Nachricht analysieren. Enthält der Text verdächtige Begriffe wie "Viagra", werden die E-Mails als Spam klassifiziert.

Dieser Ansatz ist nicht nur problematisch, weil Text in Bildern nicht berücksichtigt wird. Vielmehr ist die so genannte False-Positive-Rate, also die Anzahl der fälschlicherweise ausgefilterten Nachrichten, sehr hoch. Eine Erweiterung der inhaltsbasierten Filter ist die Signaturanalyse. Sie prüft, ob die Datenmuster einer Nachricht den üblichen Spam-Formen entsprechen und filtert sie heraus, so bald sie mit diesem Typ übereinstimmen. Auch sie scheitert dementsprechend an den bebildeten Werbebotschaften.


Dieser Beitrag gibt den Stand der Dinge vom 03. Juli 2006 wieder.


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