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TERRORISMUS


Foto: cnn.com   11. September 2001 -
"Rolle des Internets bedeutend"
 
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 waren der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Die grausamen und menschenverachtenden Gewaltakte von New York, Washington DC und Pittsburgh offenbarten eine bis dato von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene Bedrohung des internationalen Friedens. Eine Bedrohung globaler Dimension.

Sicherheitsbehörden und Geheimdienstorganisationen weltweit beobachteten und dokumentierten bereits in den Jahren vor den Anschlägen in den USA mit Sorge die aktuellen Entwicklungen im Bereich des islamistischen Fundamentalismus. Doch das globale Ausmaß und die logistische Professionalität in der Ausführung der Terroranschläge vom 11. September 2001 überraschten selbst ausgewiesene Terror-Experten und erschütterten die zivilisierte Welt in ihren Grundfesten.

Sie führten der Öffentlichkeit zugleich zu Augen, wie intensiv Terroristen und religiöse Fundamentalisten das Internet nutzen. Immerhin: Die Drahtzieher der Anschläge - allen voran Osama bin Laden - befanden sich zum damaligen Zeitpunkt in Tausende Kilometer Entfernung. Von dort aus dirigierten und planten sie den Einsatz ihrer Terrorzellen auch unter Zuhilfenahme neuer Technologien - wie das Internet.

Bin-Laden-Biograf Hamid Mir berichtete im November 2001 von der ausgefeilten Computerausstattung der Al-Qaida-Anhänger: "Jedes zweite Al-Qaida Mitglied trug seinen Laptop zusammen mit einer Kalashnikov unter dem Arm", schildert Mir seine Beobachtungen während des Zusammenbruchs des Taliban-Regimes in Afghanistan.

Aber nicht nur die Gruppierungen des Al-Qaida-Netzwerks nutzen das weltweite Datennetz, sondern auch andere fundamentalistische Bewegungen. Sie verwenden das Internet vor allem zu Selbstdarstellungs- und Propagandazwecken, aber auch zur Kommunikation und Koordination. Dabei bedienen sie sich in der Regel moderner Verschlüsselungsmethoden, um Informationen vor fremdem Zugriff zu schützen.

Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) verzeichnete bereits im Jahr 2001 einen starken Anstieg der Zahl der Diskussionsforen und Chat-Rooms, die der weltweiten Kommunikation der Extremisten dienen. Das Internet ersetzt konspirative Treffen, mindert Festnahmerisiken, bietet einen Rekrutierungspool und eigenet sich als Instrument für die "Öffentlichkeitsarbeit" der Terroristen. Eine Entwicklung, die aber weder neu ist noch unvorhersehbar war.


naiin im Kampf gegen den Terrorismus

Der Auftrag von naiin besteht in erster Linie in der Aufdeckung und der direkten Bekämpfung terroristischer Strukturen im Internet. Das schließt die stete Beobachtung und Dokumentation derartiger Aktivitäten sowie die weltweite Zusammenarbeit mit Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden ein.

Zugleich sieht es naiin als seine Aufgabe an, grenzüberschreitende Standards der Wirtschaft im Umgang mit derartigen Aktivitäten zu erarbeiten und durchzusetzen. Darüber hinaus steht die Aufklärung der Öffentlichkeit im Mittelpunkt des Wirkens der Initiative. Ziel ist es, ein aufmerksames Umfeld für das Thema "Terrorismus" zu schaffen.

Überdies soll die Arbeit von naiin auf politischer Ebene verhindern, dass die Politik in der Annahme einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus zu leisten, sinnfreie, bürgerrechtsverletzende Maßnahmen umsetzt. Denn es gilt, Freiheiten und Werte gegenüber Terroristen zu verteidigen, und nicht, sie selbst abzuschaffen.


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