Eines von viele Beispielen: Im Juli 2004 drohte eine Gruppierung, die sich als europäischer Arm des Terror-Netzwerks "Al-Qaida" auswies, via Internet mit Anschlägen gegen Australien und Italien. In einer im weltweiten Datennetz veröffentlichten Stellungnahme erklärte die Tawhid Islamic Group, dass sie beide Länder angreifen werde, wenn diese nicht ihre im Irak stationierten Truppen abzögen.
Die Terrorgrupppe empfahl den beiden Ländern dem Beispiel der Philippinen und Spaniens zu folgen, die ihre Truppen aufgrund terroristischer Akte aus dem Irak abgezogen hatten. Die Authenzität der Gruppe und des im Internet veröffentlichten Schreibens konnte derweil noch nicht verifiziert werden. Bereits in der Woche zuvor hatte die Tawhid-Gruppe den Ländern Polen und Bulgarien gedroht.
Auch anhand dieser Drohung lässt sich sehr gut erkennen, wie Terroristen das Internet für ihre Zwecke missbrauchen. Terroristen nutzen das Medium nicht nur zur Selbstdarstellung, sondern auch um durch derartige Drohungen weltweit unter Verwendung einfachster Mittel Angst und Schrecken zu verbreiten. Auch die Verbreitung der Videos von Enthauptungen im Irak entführter Menschen über das Internet zeigt, dass eine neue Qualität des Missbrauchs des weltweiten Datennetzes durch Terroristen erreicht ist.
Mittlerweile bieten zahlreiche - zum Teil auch in den USA gehostete - Snuff-Sites die Enthauptungsvideos zum Download an.
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