Im Kampf gegen Kinderpornografie und Terrorismus wurde die weltweite Überwachung im Internet verschärft. Was zuvor vor allem in totalitären Regimen an der Tagesordnung war, erreichte nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 auch zunehmend demokratische Staaten: Die Rechte von Internet-Nutzern, Website-Betreibern und Journalisten erfuhren und erfahren in zunehmendem Maße Einschränkungen.
Mit Zensur, Internet-Sperren und anlassunabhängiger Vorratsdatenspeicherung wird weltweit versucht, die Internet-Kriminalität einzudämmen. Dabei erwiesen sich diese Maßnahmen in der Vergangenheit jedoch als wenig zielführend und als ebenso wenig treffsicher. Stattdessen werden immer häufiger unschuldige Bürger unter Generalverdacht gestellt. Das hat gravierende Folgen: Die Privatsphäre sowie das Recht auf freie Meinungsäußerung bleiben auf der Strecke. Und die Bürgerrechte sowie Freiheiten des Einzelnen werden torpediert.
Da aber insbesondere das Recht auf freie Meinungsäußerung im Zusammenspiel mit dem Internet als Medium in einer stetig zusammenwachsenden, weltweiten Gemeinschaft eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste, Rolle spielt, ist es von zentraler Bedeutung, Internet-Kriminalität wirksam zu bekämpfen, dabei aber die Rechte und Freiheiten des Einzelnen zu wahren.
Dialog
Das erklärte Ziel von naiin ist es, das Internet als freiheitliches, demokratisches Medium der Völkerverständigung zu erhalten. Hierzu pflegt naiin einen intensiven Dialog zu den politischen Entscheidungsträgern in den unterschiedlichsten Staaten, um auf eine Stärkung der Bürgerrechte hinzuwirken, und kooperiert mit national sowie international tätigen Organisationen, die das gleiche Anliegen verfolgen.
naiin erarbeitet darüber hinaus rechtliche und technische Maßnahmen gegen Internet-Kriminalität, die als effizientere Alternativ-Konzepte ins Feld geführt werden sollen, um die Einführung wirkungsloser bürgerrechtseinschränkender Maßnahmen zu verhindern.

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