Mobilfunk


Das Internet wird zunehmend mobil: Immer mehr Menschen greifen über Smartphones, Handys, Tablet-PCs oder Laptops auf das weltweite Datennetz zu. Forciert wird diese Entwicklung durch neue Mobilfunkstandards, kostengünstigere Tarife für die mobile Internet-Nutzung sowie durch die Tatsache, dass nahezu alle neuen Handys bereits mit Internetfunktionalitäten ausgestattet sind. Letztere erlauben das simple Surfen-to-go - sei es in Bus, Bahn oder Stadtpark. Damit wird die Internet-Kriminalität aber auch zu einem Problem für den Mobilfunk.

Mit dem Siegeszug des mobilen Internet gewinnt zudem der Datenschutz im Mobilfunk an Bedeutung. Denn mittlerweile können detaillierte Standortdaten des Handy-Nutzers und Online-Inhalte beim Internet-Zugriff übers Mobilfunkgerät zusammengeführt werden. Erste Anbieter arbeiten daran beziehungsweise haben bereits umgesetzt, anhand dieser durch Ortung gewonnenen Daten von mobilen Nutzern (Stichwort: Geolocation) gezielt Inhalte über Websites oder Applikationen ausliefern zu lassen. Die Gefahr, dass in diesem Zusammenhang unzulässig Daten gespeichert und aus diesen detaillierte Bewegungsprofile generiert werden, ist gegeben. Der Nutzer wird durch die zunehmende mobile Nutzung des Internet noch ein ganzes Stück weit gläserner.

Auch unter Gesichtspunkten des Jugendschutzes ist die Entwicklung im Bereich "mobiles Internet" zu betrachten. Gerade unter Jugendlichen entwickelt sich der Trend, zuvor aus dem Internet heruntergeladene pornografische sowie gewalttätige Videos auf Mobilfunkgeräten zu speichern und untereinander auszutauschen. Außerdem werden eigene Gewaltakte beziehungsweise Straftaten mit der Handycam - zum Beispiel Übergriffe auf Mitschüler - gedreht und im Anschluss auf Video-Portale hochgeladen.

Spezielle Strategien für den Mobilfunk, Selbstregulierung und Stärkung des mobilen Daten-, Jugend- & Verbraucherschutzes

naiin ergreift im Mobilfunk meist die technischen und rechtlichen Maßnahmen, die auch im Internet zur Anwendung kommen. Denn der Ursprung von Internet-Kriminalität liegt - selbst wenn der Nutzer über mobile Geräte mit dieser in Berührung kommt - nach wie vor im Internet. Dort ist sie demzufolge auch direkt zu bekämpfen. Allerdings erarbeitet naiin darüber hinaus Maßnahmen, die speziell auf den Mobilfunk-Bereich zugeschnitten sind.

Darüber hinaus gibt es in puncto Datenschutz und Jugendschutz unter den Nutzern großen Aufklärungsbedarf, den naiin durch eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit auch im Bereich Mobilfunk befriedigen möchte. Die Ausarbeitung von Verhaltenskodizes für die Mobilfunk-Anbieter sowie für Anbieter mobiler Dienste und deren Durchsetzung ist naiin als Selbstregulierungsorganisation ebenfalls ein wichtiges Anliegen, nicht zuletzt um auch den Verbraucherschutz im Mobilfunk entscheidend zu stärken.

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